Interview mit Franziska Seidel
Information | 07. Mai 2014

Franziska Seidel ist Geschäftsführerin der CKT GmbH und der Ökoplast GmbH in Mittweida. Die CKT entwickelt seit  Kunststoffverarbeitungstechnik und die Firma Ökoplast setzt diese Entwicklungen in der Produktion um.

 Auf dem Wirtschaftsdialog „Praktikable FuE-Unterstützung“ am 21.05.2014 berichtet sie als Referentin über ihre eigenen Erfahrungen aus der FuE-Förderung. Im Vorfeld spricht sie mit uns über Chancen und Hindernisse der Förderungen für kleine und mittelständische Unternehmen.

Frau Seidel, Sie sind als Geschäftsführerin für gleich zwei Unternehmen tätig. Welche Förderungen für Forschung und Entwicklung (FuE) nutzen Sie?
Wir nutzen vor allem das Programm „ZIM“ (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Wir achten sehr genau darauf, dass unsere Anträge nur intern bearbeitet werden und nicht an externe Firmen oder Agenturen weitergegeben werden. Wir wollen so unser Know-How schützen. Gerade in kleinen und flexiblen Firmen stecken viele innovative Ideen.

Diese innovativen Ideen sollen natürlich verwirklicht werden. Wie wichtig schätzen Sie hierfür die Rolle von FuE-Förderungen ein?
Sie sind eine große Hilfe – nicht nur für junge Unternehmen. Die Förderungen unterstützen finanziell  die systematische  Entwicklung in den Unternehmen, die für die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen sehr wichtig ist. Wir machen nur Projekte, bei denen wir die Chance sehen, dass wir sie auch in der Produktion umsetzen können. Dank der o.g. Förderungen haben wir bereits mehrere Projekte mit unserem Kooperationspartner, der Hochschule Mittweida, verwirklichen können. Aktuell arbeiten wir an Kunststoffen, die mit nachwachsenden Rohstoffen gefüllt sind.

Man schimpft ja oft über die ausufernde Bürokratie, die ja auch dem Mittelstand oft das Leben schwer macht. Wie schätzen Sie den Aufwand bei der FuE-Förderung ein?
Sagen wir es so: Wenn man hinter seiner Idee wirklich steht und darin eine echte Chance sieht, dann fällt es leichter diesen Antrag zu schreiben. Zeit spielt eine gewisse Rolle und man muss mit Rückfragen rechnen. Wenn man den Prüfern gut begründen kann, was man machen will und warum, dann hat man schon gute Karten. Auf jeden Fall lohnt es sich auch in einer kleinen Firma, kontinuierlich fachlich zu arbeiten. Wenn man dafür eine finanzielle Unterstützung bekommt, kann man die neuen Ideen schneller umsetzen.

Frau Seidel, vielen Dank für das Gespräch.