Strategiekonzepte von Fachleuten
Wirtschaftsdialog | 14. März 2014

 

 

Optimierungen sind in deutschen Unternehmen ein wichtiges Thema – kein Wunder, dadurch können Kosten erheblich reduziert werden. Das lassen sich deutsche Unternehmen auch etwas kosten: Fast 10 Mrd. Euro werden jährlich für Coaching- und Beratungsleistungen im Prozess- und Projektmanagement ausgegeben. Auch kleine Handwerksbetriebe interessieren sich immer stärker für das Thema, wie der MIKOMI Wirtschaftsdialog am 11. März 2014 an der Handwerkskammer Chemnitz gezeigt hat.

Handwerker müssen heutzutage komplexe Leistungen erbringen und immer kompliziertere Prozesse schultern. Dies erfordert ein gutes Projekt- und Prozessmanagement. Dafür genügen oft einfache Mittel: die richtige Kommunikation und eine kluge Aufgabenteilung im Team. Darüber referierte Prof. Harald Zwerina am 11. März vor fast 50 Vertretern aus Handwerksunternehmen in der HWK Chemnitz.

Die beste Strategie, so Prof. Zwerina, um Kunden zufrieden zu stellen, sei ein ordentliches Projekt- und Prozessmanagement, bei dem die vielen logistische Herausforderungen, die Minimierung von Leerlaufzeiten und nicht zuletzt die sich ändernden Kundenwünsche entsprechend beachtet würden. Ein Projektleiter – und somit auch jeder selbständige Handwerker – müsse sowohl die fachliche als auch kaufmännische Verantwortung für sein Projekt (also den Kundenauftrag) übernehmen. „Zusammenhängende Prozesse sollten niemals getrennt werden“, so Prof. Zwerina, „das Problem ist oft nicht die Arbeitsteilung an sich, sondern die Art der Arbeitsteilung.“

Prof. Dr. Zwerina von der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Mittweida kann über 20 Jahre Berufserfahrung in der Industrie vorweisen und beschäftigt sich seit Jahren sowohl in Unternehmen als auch in der Forschung intensiv mit Prozess- und Projektmanagement. Er schloss seine Ausführungen noch mit einer japanischen Weisheit: „Probleme sind Schätze, aus denen man lernen kann.“ Deshalb sollte man weniger gut gelungene Projekte nicht still und heimlich beerdigen, sondern aus den Erfahrungen profitieren.