MIKOMI wird Netzwerkpartner
Pressemitteilungen | 28.01.2015

Auf dem ersten Landeskongress der Offensive Mittelstand Sachsen am 27. Januar an der TU Chemnitz tauschten sich Unternehmerinnen und Unternehmer mit Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik aus. Diskutiert wurde das Thema Innovation und die Bedeutung der Unternehmensführung in diesem Zusammenhang.

Kernthema: "Innovation sichert Erfolg"

Auf dem Landeskongress wurde deutlich, dass Innovation heute weit über technologische Neuentwicklungen hinausgehen muss. Denn innovative Unternehmen brauchen auch einen innovativen Führungsstil mit allen Facetten, wie zum Beispiel Nachhaltigkeit, Weiterbildung und Gesundheitsmanagement.

Achim Sieker vom BMAS benannte in seinem Impulsreferat die neuen Herausforderungen für die Unternehmen. Globaler Wettbewerb, demografischer Wandel und rasanter Strukturwandel mit  Industrie 4.0 müssen durch die Unternehmen bewältigt werden. Er verwies seinerseits auf die Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten durch entsprechende Netzwerke, Projekte und Werkzeuge der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) in den Handlungsfeldern Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit, Wissen & Kompetenz.

Das Netzwerk Offensive Mittelstand Sachsen als Bestandteil von INQA  sei offen für alle KMU, Akteure und Branchen, so Netzwerkkoordinatorin Anke Weithase. Es gehe vor allem darum, qualitative Beratung abgestimmt auf den individuellen Bedarf zur Verfügung zu stellen. Dies bezieht sich vor allem auf die Nutzung dafür geeigneter Förderprogramme wie beispielsweise "unternehmensWert: Mensch", um vor allem auch kleine Unternehmen zu erreichen.

Erfolgsfaktor Weiterbildung

Von den Referenten erhielten die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Vorschläge, wie Unternehmen ihre Kompetenzen im Bereich der Personalführung stärken und weiter entwickeln können. Ein wichtiger Bestandteil seien hier vor allem die Weiterbildung und der Aufbau einer generationengerechten Innovationskultur.

 

 

MIKOMI wurde als neuer Partner in das Offensive-Netzwerk aufgenommen. Institutsleiterin Undine Schmalfuß: "Die Ziele des Instituts für Mittelstandskooperation der HS Mittweida sind eng mit den Zielen der Offensive Mittelstand verbunden. Die wirkungsvolle Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen in der Personalentwicklung und bei der Realisierung innovativer Projekte sind Bausteine, die das MIKOMI in das Netzwerk einbringen kann."

Chancen durch Potenzialanalyse und "Kümmerer"

Gordon Lemme vom CIMTT  der TU Dresden stellte die Potenzialanalyse „Innovation sichert Erfolg“ als kreative Chance für die Förderung der Innovationsprozesse in KMU vor. Eine in KMU in Sachsen durchgeführte Befragung  verdeutlichte, dass es vor allem im Bereich Wissenstransfer Nachholbedarf gibt. Einerseits scheuen sich gestandene Mitarbeiter häufig vor Weiterbildung, anderseits geben diese aber ihr Wissenspotenzial auch ungern an jüngere Kollegen weiter. 

Dr. Michael Uhlmann von der ATB gGmbH forderte in seinem Vortrag die Unternehmerinnen und Unternehmer zur aktiven Teilnahme am Projekt "GestalteMIT" auf, einem Modellvorhaben zur Befähigung betrieblicher "Kümmerer". In Chemnitz besteht derzeit noch für zehn Unternehmen die Chance, sich zu beteiligen. Hierzu soll ein geeigneter Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin zum so genannten KÜMMERER befähigt werden, der die Erarbeitung und Umsetzung konkreter Maßnahmen unterstützt, so Uhlmann. Die Themen sind auch hier Gesundheit, Personal und Innovation. Um die Maßnahme umzusetzen, steht ein speziell umgebauter Bus als rollenden Seminarraum zur Verfügung. Dieser kann direkt zu den Unternehmen und Beteiligten fahren und kann auch zu Promotionszwecken genutzt werden. Der Bus ist derzeit in der Oberlausitz in gleicher Mission unterwegs.

Zukunft mit Industrie 4.0

Die Netzwerkveranstaltung gab ferner einen Ausblick auf die Zukunft mit Industrie 4.0. Prof. Dr. Christoph Igel, CEO Institutsleiter der TUCed GmbH stellte die Entwicklungen umfassend dar. Die Nutzung Cyber-Physischer-Systeme, die Verlagerung der  Produktion auf autonom agierende Bausteine und Maschinen, bedeuten einen riesigen Wandel in den Produktionsabläufen und -technologien. Die Rolle des Menschen wandelt sich - größte Herausforderung sei hier vor allem die Entwicklung von so genannten Enactive  Interfaces. Diese seien in der Lage beispielsweise Gestik, Mimik und Sprache von Menschen zu verstehen, um so Eingabegeräte wie Maus oder auch Tastatur zu ersetzen.

Aktiv werden und handeln

In drei parallelen Workshops konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann die Themen Nachhaltigkeit in Form eines aktiven Planspieles, agiles Unternehmensmanagement und betriebliches Gesundheitsmanagement diskutieren.

Weitere Informationen  zur Initiative und den Unterstützungsmöglichkeiten für KMU geben in der Region Chemnitz/Mittelsachsen unter anderem folgende Mitglieder:

ATB Arbeit, Technik und Bildung gGmbH
Neefestraße 76
09119 Chemnitz
www.atb-chemnitz.de

MIKOMI
Hochschule Mittweida
Melanchthonstr. 2
09648 Mittweida
http://mikomi.hs-mittweida.de