Der kommende Wandel in der Arbeitswelt ist unvermeidlich
Wirtschaftsdialog | 19. April 2016

Die CADsys GmbH lud interessiertes Fachpublikum in das Pumpwerk Chemnitz ein. Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Übernehmen Sie die Führung! Zukunft Industrie im Mittelstand“. Dass dies notwendig ist, wurde schnell deutlich, denn Industrie 4.0 kommt.

„Industrie 4.0 passiert, egal ob man mitmacht oder nicht“, gab Prof. Rolf Hiersemann, Geschäftsführer der Hiersemann Prozessautomation GmbH, in seinem Fachvortrag zu bedenken. Es gibt für ihn Trends und Tendenzen, die sich in den kommenden Jahren immer mehr durchsetzen werden, u.a. der Bereich Robotik.

Alexander Rettich, Partner Sales Manager bei Autodesk, gab in seinem Vortrag eine Aussicht darauf, wie die Zukunft von Produktion und Produkten aussehen könnte.  Er merkte dazu in seinem Vortrag an, dass Roboter in Produktionen die Arbeit von Fabrikmitarbeitern jedoch nicht ersetzen, sondern lediglich vereinfachen sollten.

Genau in diesem Umfeld findet sich auch der Veranstalter des Wirtschaftsdialoges, die CADsys GmbH wieder. CADSYS unterstützt als IT-Dienstleister seine Kunden aus dem Industrie - und Dienstleistungsbereich bei der Digitalisierung der Wertschöpfungsprozesse vor allem im Entwicklungs- und Konstruktionsbereich. Der Geschäftsführer, Herr Leonhardt, bemerkte in seinen einleitenden Worten, dass es drei prinzipielle Haltungen zum Umgang mit Digitalisierung geben kann: ignorieren, akzeptieren und abwarten oder agieren. 

Für Undine Schmalfuß, Institutsleiterin von MIKOMI, und Dr. Michael Uhlmann, Geschäftsführer der ATB gGmbH, umfasst Digitalisierung alle Bereiche eines Unternehmens. Im gemeinsamen Fachvortrag „Wandel in der Arbeitswelt – HR 4.0 Neue Ansätze oder nur eine Begriffserweiterung?“ stellten beide heraus, dass es in Zukunft aber genauso auf Führungskompetenzen ankommen wird.  Sowohl die Anforderungen der Mitarbeiter als auch die Herausforderungen der Digitalisierung führen jedoch dazu, dass die Führungs- und Arbeitsstrukturen sich ändern werden.

Impulse für die Zukunft von KMUs brachte auch Prof. Dr. Peggy Näser, Geschäftsführerin der fabrik-ID GmbH, mit auf den Weg. Frau Prof. Näser zeigte Möglichkeiten und Bereiche der digital unterstützten Planung und Projektierung auf und wies in ihrem Beitrag auf das große bislang unzureichend genutzte Potenzial im Mittelstand hin. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für sie die Nachhaltigkeit. Näser gab an, dass es Vernetzung auf verschiedenen Ebenen gäbe. Zum einen im Bereich der sozialen Netzwerke und zum anderen natürlich die technische Vernetzung von verschiedenen Objekten. Diese Problematik war  bei den meisten Referenten ein wichtiger Punkt.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass viele Unternehmen bereits erkannt haben, dass sie etwas ändern müssen. Ob sich jedes Unternehmen diese Techniken nach momentanem Stand leisten kann, bleibt laut Hiersemann abzuwarten. Industrie 4.0 ist und bleibt also auch in Zukunft etwas, das im Auge behalten werden sollte.

Text und Fotos: MIKOMI