Dienstleistung und Corona
Neues ausprobieren und Chancen zur Veränderung nutzen

Für viele Menschen haben sich aufgrund der Corona-Krise die täglichen Abläufe im Beruf und Alltag stark gewandelt. Der Geschäftsführer unseres Beispielunternehmens sieht aber vor allem eine Chance in der aktuellen Situation, um beispielsweise neue Leistungen auszuprobieren oder sich nebenbei weiterzubilden. Bisher gäbe es keine (negativen) Auswirkungen auf das Geschäft. Die IndustriepartnerInnen können noch normal liefern, jedoch hat sich die Auftragslage verändert. So werden überaschenderweise sogar einige Produkte und Lösungen, die über einen längeren Zeitraum nicht nachgefragt waren, plötzlich wieder für die Kundschaft relevant. 

Kundschaft sieht Videochats oft skeptisch

Seinen MitarbeiterInnen macht der Geschäftsführer bei der Arbeit an den Projekten trotzdem keinen unnötigen Druck. Da es seiner Ansicht nach nur wichtig sei, überhaupt zum Ziel zu kommen, egal wie das passiert. Ein Großteil des Berufsalltags sei im Kern immer noch wie früher: Die Kommunikation ist gleich, das Team auch, die Kunden sind noch dieselben, nur der Ort ist oft ein anderer. Absprachen werden mittlerweile fast ausschließlich telefonisch oder per Videochat geführt, wodurch auch einiges an Zeit eingespart wird. Viele seiner KundInnen seien zwar noch etwas skeptisch, was die neue Technik angeht und vor der Kamera etwas scheu. Hier werde mit konkreten Angeboten versucht, diesen die Angst davor zu nehmen. 

Kinder mit zur Arbeit nehmen

Selten trifft sich der Geschäftsführer allerdings noch persönlich mit Kunden. Ausnahmen sind beispielsweise Baustellenbegehungen, die online natürlich nicht funktionieren. Zu diesen Terminen nimmt er auch manchmal seine Kinder mit – alles natürlich mit dem nötigen Abstand. Auf diese Weise können verschiedene Herausforderungen gelöst werden: Das Thema Kinderbetreuung ist geregelt und es werden neue Interessen bei den Kindern geweckt, da diese sehen „was Papa so den ganzen Tag macht.“

Auch im Büro sind die eigenen Kinder teilweise dabei, auch wenn Firma und Wohnhaus nur wenige Fahrminuten voneinander entfernt sind. So sind Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kinder in einem Spielbereich eingerichtet. Dass es dadurch zwischendurch auch mal laut werden kann, zum Beispiel wenn gerade mit KundInnen per Videochat über Aufträge gesprochen wird, stört ihn nicht. So etwas lasse sich in der aktuellen Situation einfach nicht vermeiden, wenn Kindergärten geschlossen sind und man die Kinderbetreuung unter den Eltern aufteilen muss. 

Kommunikation ist alles

Allgemein versucht sich die gesamte Mannschaft von der Corona-Krise nicht unterkriegen zu lassen und das Beste daraus zu machen. Allen voran der Geschäftsführer. Besonders wichtig in der jetzigen Zeit sei für ihn das Thema Kommunikation. Dazu gehöre nicht nur die Kommunikation mit den MitarbeiterInnen, sondern vor allem mit der Familie. Er beteiligt besonders seine Ehefrau beruflich und privat an allem, was ihn beschäftigt. Ebenfalls dazu gehöre, die Ängste und Sorgen der Kinder ernst zu nehmen. Für diese sei momentan die Distanz zu den Kindergarten-FreundInnen am schlimmsten. Auch hier hilft Digitalisierung, Distanzen abzubauen und daher dürfen die Kleinen einmal am Tag 15 Minuten mit ihren FreundInnen videotelefonieren, um sich auszutauschen. 

Ein großes Problem liege jedoch in der vorwiegend digitalen Arbeit, so der Geschäftsführer: Man müsse sich ganz bewusst Pausen setzen und dafür im besten Fall auch raus an die frische Luft gehen. Rauf aufs Fahrrad ist eine Möglichkeit das schöne Frühlingswetter für gemeinsame Aktivitäten mit seiner Familie zu nutzen. 

MIKOMI Empfehlungen

  • Nutzen Sie ggf. aktuell zur Verfügung stehende Zeiten für eine Recherche und Informationsbeschaffung, welche Lösungen zu verschiedenen Anwendungen am Markt bereits existieren und was diese leisten können.
  • Weitergehend können Sie freie Zeiten zur persönlichen Weiterentwicklung nutzen. Viele Weiterbildungsanbieter haben mittlerweile ihre Angebote digitalisiert.
  • Erörtern Sie flexible Arbeitszeitmodelle für Ihre MitarbeiterInnen und finden Sie den Spagat zwischen Vertrauen und Kontrolle.

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