Herausforderung Corona
Vorkehrungen mit Weitblick

Dass Unternehmen die Corona-Pandemie auch gut vorbereitet treffen kann, zeigt ein Beispiel aus der IT-Branche. Unser Beispielunternehmen hat Standorte in über 25 Ländern – zwei davon in Sachsen und weltweit mehr als 9.000 MitarbeiterInnen.

Bis zur Kalenderwoche zwölf verlief der Geschäftsbetrieb im riesigen Gebäudekomplex des Unternehmens nahezu normal. Die Geschäftsleitung verwies auf die Vorschläge der WHO, insbesondere in Bezug auf die Handhygiene. Größere Mengen an Seife oder Desinfektionsmittel mussten nicht zur Verfügung gestellt werden, da diese bereits in ausreichender Menge vorhanden waren. 

Am 16. März folgte die nächste Stufe. Die Geschäftsleitung schlug vor, 50 Prozent der Belegschaft ins Homeoffice zu schicken und die andere Hälfte im Büro arbeiten zu lassen, und das in einem Wechsel von etwa zwei Wochen. Die Belegschaft sprach sich jedoch dafür aus, dass alle MitarbeiterInnen von Zuhause arbeiten sollten, da viele KollegInnen öffentliche Verkehrsmittel für den täglichen Arbeitsweg nutzen und daraus eine potenzielle Ansteckungsgefahr resultiere. 

Die Arbeitsorganisation des Unternehmens erleichterte diesen Schritt erheblich. Die Weichen für mobile Arbeit wurden für die MitarbeiterInnen dabei bereits von Anfang an gestellt. Bereits im „normalen“ Arbeitsalltag arbeiten die MitarbeiterInnen nicht an Festrechnern am Arbeitsplatz. Die gesamte Belegschaft verfügt durch eigene Laptops mit den nötigen Programmen und Zugängen für die tägliche Arbeit über ständige mobile Arbeitsmöglichkeiten. Auf diese Weise haben die MitarbeiterInnen die Möglichkeit ihr Büro direkt mit nach Hause zu nehmen. Dies ist unter anderem nötig, da die Arbeit im Schichtsystem abläuft und teilweise auch Bereitschaftsdienste am Wochenende abgedeckt werden müssen, um für die weltweite Kundschaft erreichbar zu sein.

Somit ist die Komplett-Umstellung auf Homeoffice keine große Herausforderung für die meisten MitarbeiterInnen, persönlichen Kundenkontakt gab es vor der Corona-Pandemie nur in den seltensten Fällen. Die meisten Kunden werden telefonisch kontaktiert, um Absprachen zu treffen. MitarbeiterInnen mit Kindern haben grundsätzlich die Möglichkeit die Arbeitszeit flexibel an die Betreuungszeiten anzupassen. 

Aktuell finden Teammeetings nicht nur einmal, sondern zweimal pro Woche statt – digital natürlich – um bei plötzlichen Krankheitsausfällen schnell reagieren zu können. Interne Absprachen (in Arbeitsgruppen) laufen über digitale Meetingportale. 

Allerdings geht die Arbeit nicht vollständig reibungslos vonstatten. Durch die heimische Kinderbetreuung, gibt es zum Teil eine Unterbesetzung bei bestimmten Aufgaben. Aus diesem Grund sollen alle, wenn möglich, ihre Urlaubstage von jetzt auf später verschieben.

Und es fehlen einigen MitarbeiterInnen die sozialen Kontakte im Büro, wenn sie den ganzen Tag im Homeoffice „hocken“ und sich nebenbei noch teilweise um ihre Kinder kümmern müssen. Um eben genau das Zwischenmenschliche nicht ganz zu verlieren, schalten sich einzelne Teams ganz ohne Arbeitsgrund zusammen. So gibt es zum Beispiel Frühstück per Video. Da ist dann auch Zeit, um die besten Rezepte für das morgendliche Rührei auszutauschen.

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