ÖPNV und Corona
Zwischen Sicherheitsvorkehrungen, Dienst am Kunden und Kurzarbeit

Der öffentliche Personennahverkehr steht trotz der Corona-Krise nicht still. Schließlich müssen viele Menschen auch weiterhin zum Arzt, zum nächstgelegenen Supermarkt oder auch zur Arbeit transportiert werden. Trotzdem sind die Fahrgastzahlen bei unserem Beispielunternehmen massiv zurückgegangen, sodass das Unternehmen mittlerweile auch Kurzzeitarbeit einführt – vorerst nur für die FahrerInnen. Bei anhaltender Krise ist jedoch eine Ausweitung auf andere Abteilungen möglich. 

Verwaltung zu drei Viertel im Homeoffice

Die gut 600 KollegInnen der Verwaltung arbeiten mittlerweile zu 75 Prozent aus dem Homeoffice – VPN und VDI machen es möglich. Dadurch sind die Büros vor Ort nur noch mit maximal einer Person belegt, zusätzlich wurden ca. 2.000 Flaschen Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt – alles Maßnahmen, um die Ansteckungsgefahr so gut es geht einzudämmen.

Schon vor Corona vorbereitet

Schon vor der Corona-Krise fing das Unternehmen an seine Strategie darauf auszurichten, nur noch mobile Arbeitsplätze in Form von Tablets, Laptops etc. anzubieten. Und auch wenn diese Maßnahme noch nicht zu 100 Prozent umgesetzt werden konnte, sollte diese Entscheidung die aktuelle angespannte Lage zumindest teilweise entschärfen. Denn zumindest haben alle 2.600 MitarbeiterInnen schon länger die Möglichkeit von Zuhause auf verschiedene Austauschplattformen zuzugreifen. 

Homeoffice läuft besser als gedacht

Aufgrund der guten Vorbereitungen und Planungen konnten so innerhalb kurzer Zeit weitere 450 Homeoffice-Arbeitsplätze zusätzlich zu den bereits bestehenden eingerichtet werden. Die MitarbeiterInnen, die bereits über mobile Arbeitsgeräte verfügen, erhalten mit Hilfe von VPNs Zugang zur Firmenumgebung, die anderen benutzen dafür virtuelle Maschinen auf ihrer privaten Hardware. 

Auch wenn die IT-Abteilung anfangs noch sehr viele Nachfragen von den KollegInnen bekam, läuft die Arbeit im Homeoffice technisch und organisatorisch für alle Beteiligten doch besser als gedacht. Dies liegt vielleicht auch daran, dass den MitarbeiterInnen verschiedene Erklärvideos zu Themen wie VDI oder VPN zur Verfügung gestellt wurden.

„Soziale Vernetzung“ von Verwaltungspersonal und FahrerInnen

Für die soziale Anbindung wird versucht die KollegInnen über Messaging- und Video-Plattformen zusammenzubringen. Auf diese Weise werden Absprachen getroffen, Aufgaben verteilt und sicher auch mal ein kleiner „Kaffeeklatsch“ gehalten. Davon sind auch die FahrerInnen nicht ausgeschlossen, die mit mobiler Technik ausgestattet sind, um in allen Informationsketten integriert zu sein. Und sogar die Auszubildenden wurden digital ausgestattet, damit die Ausbildung so gut wie möglich weiterlaufen kann. 

Die Bewältigung der Situation hat dem Unternehmen auf jeden Fall einiges an Ressourcen und persönlichem Einsatz abverlangt, aber in der Belegschaft kommen die Lösungen gut an.

MIKOMI Empfehlungen

  • Nehmen Sie Bedenken der MitarbeiterInnen vor Ort ernst und schaffen Sie ein Arbeitsumfeld, das den Vorgaben bezüglich Personenanzahl im Raum, Abstände, Desinfektionsroutine usw. entspricht.
  • Um aktuelle Kommunikationslücken zu schließen, sollten digitale Endgeräte angeschafft werden, die auch perspektivisch eingesetzt werden können.

Kontakt

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