Das 'Werkstatt in der Werkstatt' Event zur Mobilität der Zukunft
Wirtschaftsdialog | 24. November 2016

Stell’ Dir vor, es ist Zukunft. Präziser, November 2025. Das ist nicht sooo weit weg. Nur noch neun Jahre. Nicht zu fassen, wie nah das schon ist. Denn in 2025, so sagen die Trendforscher (und mittlerweile alle anderen auch), wird uns eine Menge alltäglich vorkommen, wovon wir heute noch nicht ahnen, wie es aussehen wird.

Stell’ dir vor, in spätestens acht Jahren  ist das ‚Chemnitzer Modell’ Wirklichkeit. Chemnitz ist dann keine Stadt mehr, sondern eine ‚Stadtregion als Schwarmkommune'. In der die Menschen Dinge wie zum Beispiel Autos, Motorräder, Fahrräder, Einkaufswagen, Rollatoren, Waschmaschinen, Kühlschränke, Speichergeräte nicht mehr kaufen, weil sie sie nicht mehr besitzen wollen (Statussymbole sind in 2025 ganz andere), sondern leihen, teilen und tauschen. 

Regiobus heißt Go-Invelo und fährt autonom, ohne Fahrer und elektromobil als Regionalshuttle über Land. DHL, dpd und Co. heißen moving boxes, die elektromagnetisch aufgeladen durch die Strassen schweben und alles liefern, was man sich nicht mehr selbst besorgen möchte oder kann.

Die Lieferung der Moving Box hast du schon längst bezahlt – vor 20 Minuten, indem du deine Mastercard-App im Smartphone kurz angezwinkert hast. Als Du feststelltest, dass du dringend die neuen Individual Sneakers von NIKE brauchst, die Du dir mit drei weiteren Augenzwinkern in der NIKE App selbst entworfen hast. Deine Individualfußabmessungen hat NIKE natürlich schon aus deiner AMAZON Suite gezogen. Ohne dass Du das veranlassen musstest.

Stell dir vor, das alles machst du zudem mitten an einem Werktag während deiner Arbeitszeit und niemand hat etwas dagegen. Du hast nämlich, wie alle anderen Menschen auch, längst selbst die volle Verantwortung für dein Tun und deine Arbeitsaufgaben übernommen. Du steuerst dich selbst, Sensoren in deinem Smartphone messen deinen In- und Output und deinen Gesundheitszustand. Rauschen Deine Vitalwerte in den Keller, erinnert dich deine Lieblingsstimme, die längst nicht mehr Siri heißt, sondern so wie Du es entschieden hast – sagen wir mal, Siri ist ein Mann und heißt Jonathan. Er erinnert dich daran, mal eine Pause zu machen und frische Luft schnappen zu gehen und auch die Mütze, die dir hinter die Heizung gerutscht ist, nicht zu vergessen.

Eindrücke zur Veranstaltung im Video