Auf dem Weg zur Künstlichen Intelligenz
Praktikable Ansätze und Weiterentwicklung

Seit den 2010er Jahren boomt die Forschung zur Künstlichen Intelligenz und die Rufe nach Digitalisierung und dem Einsatz von KI in der Wirtschaft werden lauter, um sich auf dem globalen Markt zu behaupten. Doch KI steht am Ende eines langen Arbeitsprozesses, der mit der Definition des zukünftigen Einsatzgebietes im eigenen Unternehmen und einer Datensammlung beginnt.

Der Einsatz von KI ist nicht der Weg, sondern das Ziel.

Der Einsatz von KI ist nicht der Weg, sondern das Ziel, wenn wir uns mit Effektivität, Prozessoptimierung und Digitalisierung beschäftigen, um als Unternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Vorgelagert steht die Prozessanalyse und eine umfangreiche Datenerhebung und -auswertung, die bereits ein erster Optimierungsschritt sein kann. Doch das ist noch keine KI – was macht sie eigentlich aus und wie arbeitet sie? Ist sie in jedem Unternehmen gleichermaßen sinnvoll nutzbar? Und welche Voraussetzungen werden benötigt?

Termin und Kontakt


31. Mai 2021 | 13.00 - 15.30 Uhr

Onlineveranstaltung


Dipl.-Inf. Undine Schmalfuß

+49 (0)3727 58-1403
mikomi@hs-mittweida.de

Der Wirtschaftsdialog Ready, Set, Go – Hürdenlauf zur Künstlichen Intelligenz beantwortet diese Fragen und zeigt anhand von Praxisbeispielen die Grundlagen von Datensammlungen bis hin zu lernenden Systemen.

Programm

Ab 13.00 Uhr Begrüßung
13.10 Uhr Impulsvortrag Prof. Christian Roschke
13.45 Uhr Start der individuellen Werkstätten
Ab 15.30 Uhr Kurze Zusammenfassung und Diskussions-/Fragerunde

Keynote und Werkstätten
Die Themen des Wirtschaftsdialoges

In seiner Keynote nimmt Christian Roschke, Professor für Digitale Transformation und Angewandte Medieninformatik an der Hochschule Mittweida, Sie mit auf den Weg von der Idee hin zu einer tatsächlichen KI-Anwendung und erläutert die entscheidenden Wegmarken.

Mehr zum Speaker und zur Keynote

Die anschließenden Werkstätten zeigen konkrete Anwendungsbeispiele und den Weg zu ihrer Umsetzung.

Mehr zu den Wissenswerkstätten und Themen

*Die Umfrage wir mit Microsoft Forms realisiert. Bitte beachten Sie die Hinweise zum Datenschutz und die Nutzungsbedingungen von Microsoft Forms (Datenschutz und Cookies | Nutzungsbedingungen). 

**Änderungen vorbehalten. (Stand 29. April 2021)

Keynotespeaker

Prof. M.Sc. Christian Roschke
Keynote-Speaker

KI - Von der Idee zur tatsächlichen Anwendung
Keynote

KI hat seit einigen Jahren eine sehr starke Medienpräsenz. Häufig sind die wissenschaftlichen Hintergründe und die Definition von KI dabei ausgeblendet. In seiner Keynote stellt Prof. Christian Roschke die mediale und die wissenschaftliche Wahrnehmung von KI gegenüber und zeigt, was alles als KI-Anwendung zählt und wie die Wege dorthin aussehen könnten.

Der studierte Informatiker, Christian Roschke, ist seit Februar 2021 Professor für Digitale Transformation und Angewandte Medieninformatik an der Fakultät Angewandte Computer und Biowissenschaften der Hochschule Mittweida.

Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf der bildbasierten Datenerfassung und -auswertung sowie der Erstellung von Softwarearchitekturen zu deren Evaluierung. So konzipierte und implementierte er in seiner Dissertation das Lehr- und Forschungsframework „Evaluations- und Management-System für Maschinelles Lernen“ (EMSML). Dank seines Know-Hows wirkte er bereits an Projekten mit internationaler Reichweite mit, wie zum Beispiel der Erstellung einer Plattform zur Auswertung von Audiodateien in Zusammenarbeit mit Cornell Lab’s Center for Conservation Bioacoustics (CCB) der University of Cornell (USA) oder der jährlichen Teilnahme an der wissenschaftlichen Evaluationskampagne TRECVid beim National Institute of Standards and Technology (NIST, Gaithersburg USA).​

Übersicht Wissenswerkstätten

Wählen Sie bei Ihrer Anmeldung bis zu fünf Wissenswerkstätten, an denen Sie gern teilnehmen würden. Wir werden anhand dessen versuchen für jeden Teilnehmenden seine Wunschtour zusammenzustellen.

Einige Tage vor der Veranstaltung erhalten Sie Ihren individuell von uns zusammengestellten Zeitablauf. Beachten Sie, dass wir ggf. nicht alle von Ihnen gewählten Wissenswerkstätten in einer Tour zusammenfassen können. Wir möchten Sie trotzdem bitten, sich an den Zeitablauf zu halten, da die Teilnehmerzahl in den einzelnen Werkstätten begrenzt ist. 

Stetige Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft führen regelmäßig auch zu neuen Herausforderungen in der Gestaltung von Arbeit. Eine Organisation kann nur dann effizient sein bzw. bleiben, wenn Veränderungen möglichst von allen Beschäftigten mitgetragen oder besser noch mitgestaltet werden. Dazu bedarf es eines hohen Maßes an Transparenz und Vertrauen. Beides wächst im (Arbeits-)Alltag, oder auch nicht.

In dieser Werkstatt wollen Ulrich Zimmermann und Tobias Sanders, wissenschaftliche Mitarbeiter bei der ATB Arbeit, Technik und Bildung gGmbH, die Perspektive darauf lenken, wo uns im Laufe eines Tages künstliche Intelligenz begegnet, wie sie unseren Tagesablauf unterstützt, aber auch wo die Fallstrike und die Bedrohungen liegen. 

Die Umwandlung analoger in diskrete Werte – Digitalisierung im ingenieurtechnischen Sinn – erscheint auf den ersten Blick relativ unscheinbar. Die Auswirkungen auf Geschäftsprozesse und ganze Branchen – Digitalisierung im wirtschaftlichen Sinn – können jedoch erhebliche Umwälzungen bedeuten.

Steffen Seeger, KI-Trainer im Mittelstandskompetenzzentrum Textil vernetzt, sucht im Dialog mit Ihnen Antworten, u.a. auf folgende Fragestellungen:

  • Was macht Unternehmen aus, die Digitalisierung erfolgreich mitgestalten und umsetzen konnten?
  • Wie haben sie es geschafft, die Herausforderungen zu bewältigen?
  • Welche Hürden sehen Sie in Ihrem Unternehmen, digitale Geschäfts- und Produktionsprozesse anzuwenden?

Montagelinien sind in vielen Firmen von manuellen Arbeitsvorgängen geprägt. Das macht eine stetige und vollständige Kommunikation mit einem ERP-System schwer möglich. Retrofitting beschreibt, wie bestehende Maschinen in smarte Apparate verwandelt werden. Diese Anpassung zielt auf eine Effizienzsteigerung der Produktionslinie und eine Verringerung der Fehlerquote.

Marcel Vettermann, CSO bei der GETT.GROUP, ist als Mitgestalter des konzerneigenen Geschäftsmodells GETT.SMART daran interessiert, wie die eigene Fertigung in eine Smart Factory transformiert und die daraus gewonnen Erfahrungen und Lösungen der Kundschaft angeboten werden kann. In dieser Werkstatt teilt er, welche Erfahrungen sein Unternehmen auf dieser Reise gemacht hat, wie die Umsetzung erfolgte und durch welche Motivation sie sich auf diese Reise begeben haben.

Digitale Assistenten, wie sie bereits für Fitness und Sport eingesetzt werden, könnten bei geeigneter Anpassung und Weiterentwicklung die Menschen in Ihrer Arbeit unterstützen. Ziel ist es Rahmenbedingungen zu schaffen, welche Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Kreativität fördern. Doch welche Voraussetzungen müssen z.B. im Bereich des Datenschutzes dazu bearbeitet werden? Worin besteht der Mehrwert digitaler Arbeits- und Gesundheits-Assistenz für Nutzer, Unternehmen und Gesellschaft? Und wie passt das Konzept in den Megatrend „New Work“

Prof. Dr. Torsten Merkel, Professor für Arbeitswissenschaft an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, klärt diese Fragen zusammen mit Ihnen und zeigt, dass auch in einer technikzentrierten Welt der Mensch im Mittelpunkt stehen sollte. 

Serviceorientierung und gutes Kundenmanagement sind die Basis vieler erfolgreicher Unternehmen, doch auch sehr aufwendig. Durch den Einsatz von KI in Form eines Omni-Channel-Systems ist es möglich Absender und Anliegen von Kundenschreiben automatisch zu erkennen und zu extrahieren. 

Nach einem Jahr im praktischen Einsatz berichtet Uwe Brauner, Stabstelle IT, Projekte und Prozesse bei eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, in dieser Werkstatt über die Erfahrungen mit diesem Tool, den erbrachten Nutzen, aber auch die erkannten Grenzen und Ausblicke. 

Für die Erfassung, Verarbeitung und Speicherung verschiedener industrieller Daten spielt die Datensicherheit eine besondere Rolle. Blockchain kann hier ein geeignetes Mittel sein, um diese Sicherheit zu gewährleisten. 

Gert Schmalfuß, Inhaber des Ingenieurbüros HiConnect, zeigt Ihnen in dieser Werkstatt anhand eines konkreten Beispiels, was es bei der Auswahl der passenden Blockchain-Lösung zu beachten gibt. Zusätzlich erhalten Sie einen Einblick in die konkreten Erfahrungen mit der Einführung einer Blockchain-Technologie.

Berufliche Veränderung als Chance zu erleben und gemeinsam zu gestalten, ist das oberste Ziel in der Unternehmensführung. Gerade bei der Einführung neuer Arbeitsmethoden, z.B. durch digitale Lösungen oder KI, müssen wir die Auswirkungen auf die betriebliche Mitbestimmung beachten. Die Einbeziehung der Betriebsräte in den Themen Datenschutz, Qualifizierung sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz ist dabei unerlässlich und hilft Risiken richtig einzuschätzen und Ängste abzubauen. 

Sven Burat, Workforce Transformation Consultant bei der von Rundstedt & Partner GmbH, bespricht mit Ihnen in dieser Werkstatt Chancen, Risiken und Hürden beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen

Programmieren wird Anlernen: Mit No-Code-Robotics ist jeder in der Lage, einen Roboter zu teachen, ohne eine Zeile Code zu programmieren. Einfach Anlernen, den Pfad editieren und den Code exportieren. Der Roboter führt das angelehrte Programm durch, ohne dass man eine Zeile Code schreiben muss. 

Dana Kaufmann, technischer Vertrieb bei der Wandelbots GmbH, stellt die Wandelbots Teaching-Lösung vor und beantwortet Ihnen Ihre Fragen dazu.

Die Digitalisierung ist in allen Bereichen eines Unternehmens möglich. Nicht nur in der Produktion, auch im Bereich Personal gibt es zahlreiche Optionen für digitale Anwendungen. Diese Werkstatt befasst sich zunächst mit den Voraussetzungen bei der Mitarbeitersuche – klar definierte Anforderungsprofile und exakt beschriebene Auswahlprozesse – und wie die Erwartungshaltung der potentiellen Zielgruppe aussieht.

Außerdem wirft Prof. Dr. Albrecht Löhr, Dozent und Berater im Bereich der Personal- und Organisationsentwicklung, in dieser Wissenswerkstatt gemeinsam mit Ihnen einen Blick auf die beiden unterschiedlichen Herangehensweisen der Personalsuche mittels eigener Plattform oder dem active sourcing. Abschließend werden Anwendungsszenarien an konkreten Fällen gezeigt, für die Anwendbarkeit von digitalen Technologien bei der Suche nach den passenden Mitarbeitern.

Entwicklungen im Bereich der autonom fahrenden Fahrzeuge haben in den letzten Jahren ein großes Interesse der Öffentlichkeit, Wirtschaft und Forschung genossen. Mit der steigenden Leistungsfähigkeit von Sensorik, Rechentechnik und Aktorik können auch immer komplexere Szenarien erforscht und gemeistert werden.

Dr. Alexander Jungmann und Matthias Freese, Entwicklungsingenieure für Autonomes Fahren bei der IAV GmbH, zeigen in dieser Werkstatt die Grundkonzepte der benötigten Technologie. Zudem beschreiben sie noch zu lösende Probleme und Herausforderungen und zeigen Möglichkeiten zum Einsatz von KI-Methoden zur Lösung auf.  

Auch in der Landwirtschaft gibt es seit einigen Jahren Bestrebungen KI einzusetzen. Die GEA Group ist als einer der größten Systemanbieter für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie mit GEA Farm Technologies hier vorn dabei. 

Dr. Holger Brückner, Leiter des GEA Fachzentrums Sachsen, und Dr. René Rackwitz, Vertriebsleiter Nord-Ost bei der GEA Farm Technologies GmbH, nehmen Sie in dieser Werkstatt mit auf den Weg von der Datensammlung und -auswertung über die Entscheidungsempfehlungen zum Melken und dem Tierwohl für die Nutzer, bis hin zu einem selbstlernenden System bei der Automatisierung des Melkens.

Intelligente Sensorik hilft Nadelbrüche zu erkennen. Vliesstoffe sind besonders heute „vor“ aller Munde. Sie sind als Filtermedium in Masken, in Babywindeln, im medizinischen Bereich und vielen weiteren Anwendungen zu finden. Ihre Festigkeit erhalten Vliesstoffe beispielsweise durch den Vernadelungsprozess. Dabei werden die noch losen Fasern viele hundert mal pro Minute von tausenden Nadeln durchstochen, damit sie sich ineinander verhaken.

Was passiert, wenn bei den enormen Produktionsgeschwindigkeiten eine Nadel nicht hörbar bricht und spitz im Vliesstoff verbleibt, erläutert Ihnen Sven Reichel, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich KI im Mittelstandskompetenzzentrum Textil vernetzt, in dieser Wissenswerkstatt. 

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