Transformation im Dialogzug

MBA-Studierende im Austausch mit Wirtschaft, Politik und Wissenschaft

Wie lässt sich Transformation greifbar machen? Und wie gelingt es, unterschiedliche Perspektiven auf Veränderungsprozesse miteinander ins Gespräch zu bringen? Diesen Fragen widmete sich eine besondere Exkursion des MBA-Studiengangs „Strategische Unternehmensführung“ der Hochschule Mittweida. Unsere Gastautorin und angehende MBA, Maria Rother, berichtet.

Bereits die Anreise am 11. September frühmorgens wurde zum Teil des Programms: Im Sonderzug des European Peace Ride ging es von Chemnitz nach Zittau. Während der Fahrt fanden verschiedene Wissenswerkstätten rund um das Thema „Transformation“ statt. Statt klassischer Wissensvermittlung standen Austausch, Beteiligung und das gemeinsame Reflektieren im Mittelpunkt.

In den Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden unter anderem mit dem Umgang mit Widerstand in Transformationsprozessen, der Rolle von KI aus Sicht von IT-Unternehmen sowie mit Erfahrungen aus konkreten Transformationsprojekten. Unterschiedliche Methoden wie Rollenspiele, SWOT-Analysen, Storytelling, Diskussionen und Abstimmungen sorgten dafür, dass die Teilnehmenden aktiv einbezogen wurden.

Gerade der Perspektivwechsel erwies sich dabei als wichtiger Bestandteil. Was bedeutet Veränderung für Mitarbeitende? Wie verändert sich die Rolle von IT-Unternehmen durch den Einsatz von KI? Und welche Erfahrungen lassen sich aus bereits durchlaufenen Transformationsprozessen für zukünftige Vorhaben ableiten?

Nach der Ankunft in Zittau wurde der Blick auf die Transformation noch einmal deutlich erweitert. Im Rahmen einer Gesprächsrunde im Zittauer Rathaus kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen. Diskutiert wurden unter anderem die Auswirkungen des strukturellen Wandels, die Rolle von Unternehmen und Wissenschaft, gesellschaftliche Verantwortung sowie die Frage, ob Transformation eher als kontinuierliche Entwicklung oder als tiefgreifender Bruch verstanden werden muss.

Ein besonderer Moment war zudem der Start des European Peace Ride, bei dem sich rund 200 Starterinnen und Starter gemeinsam auf den Weg machten. Der Gedanke des gemeinsamen Aufbruchs passte dabei auf besondere Weise zu den Gesprächen des Tages – Transformation ist eine gemeinsame Aufgabe, die Austausch, Zusammenarbeit und unterschiedliche Perspektiven benötigt.

Den Abschluss des Tages bildete der Besuch der fit GmbH. Nach den zuvor eher übergreifenden Diskussionen wurde Transformation hier noch einmal aus der konkreten Perspektive eines Unternehmens erlebbar. Die Übernahme durch die spanische BlueSun Group bildet dabei einen wichtigen Teil der aktuellen Entwicklung des Unternehmens. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in den laufenden Transformationsprozess des Unternehmens und konnten nachvollziehen, welche Veränderungen und Herausforderungen mit einem solchen Prozess verbunden sind.

Damit verband der Tag unterschiedliche Ebenen miteinander, von methodischen Ansätzen zur Gestaltung von Veränderungsprozessen über den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bis hin zum konkreten Beispiel aus der Unternehmenspraxis.

Für die MBA-Studierenden bot die Exkursion damit nicht nur Einblicke in aktuelle Transformationsfragen, sondern auch die Möglichkeit, theoretische Inhalte mit praktischen Erfahrungen und persönlichen Begegnungen zu verbinden. Der „Dialogzug“ wurde so zu einem besonderen Lern- und Begegnungsraum und zeigte, dass Transformation vor allem dann gelingt, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen.

 

Dieser Beitrag wurde von Maria Rother, MBA-Studierende am MIKOMI, verfasst. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Berichterstattung. Die Exkursion fand im Rahmen des Moduls “Methodenkompetenzen” statt. 

 

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