Der Trainingsansatz von Planspielen (auch „Serious Games“ oder „Simulationen“ genannt) basiert auf einem erfahrungsorientierten Lernen („learning by doing“). Dabei übernehmen die Teilnehmenden aktiv Rollen in einem realitätsnahen Szenario und treffen Entscheidungen innerhalb eines simulierten Systems. Das ermöglicht ein tiefes, nachhaltiges Verständnis komplexer Zusammenhänge. Da es verschiedene Planspiele mit unterschiedlichen narrativen rahmen gibt, sollte im Vorgespräch mit den Spielleitenden gemeinsam geklärt werden, welches Ziel das Planspiel verfolgt, welche Erwartungen bestehen und welches Thema im Fokus stehen soll. Dabei wird auch festgelegt, ob das Spiel eher rollen- oder situationsorientiert angelegt ist und welcher Themenkomplex behandelt werden soll. Bei einer rollenorientierten Durchführung ist der narrative Rahmen nicht so wichtig. Es geht vielmehr darum, wie sich die Spielenden in ihren Rollen erleben und welche Schlüsse sie aus den gemachten Erfahrungen ziehen. Bei einer situationsorientierten Spielweise steht das Erleben eines spezifischen Szenarios im Vordergrund.
In der anschließenden Spielphase rückt die reale Diskussion in den Hintergrund – stattdessen erleben die Teilnehmenden das Thema unmittelbar innerhalb der Spielrealität. Sie agieren entsprechend ihrer (zugewiesenen) Rollen und gestalten das Geschehen aktiv mit. Die Moderation begleitet den Prozess, sorgt für einen strukturierten Ablauf und gibt gezielte Impulse zur Reflexion.
Zum Abschluss wird das Erlebte gemeinsam ausgewertet. Welche Erfahrungen konnten die Teilnehmenden in ihrer Rolle machen? Was lässt sich daraus für den Arbeitsalltag im Unternehmen ableiten? Und welche konkreten Schritte ergeben sich daraus für die Praxis?