Dass Chemnitz eine rege Kunst- und Kulturszene hat, ist längst kein Geheimnis mehr. Bildende Künstler:innen, Musiker:innen und Kulturschaffende erfahren gerade im Rahmen der Kulturhauptstadt 2025 eine enorme Präsenz. Doch von der Kunst allein kann meist weder der Künstler/die Künstlerin noch die Stadt leben. Höchste Zeit, sich über neue Formen der Kulturförderung auszutauschen und die regionale Wirtschaft mit ins Boot zu holen.

Bildende Kunst und Wirtschaft
Rückblick zum 08. September 2022

Wirtschaft fördert Kultur 

Am 8. September fand eine neue KulTour “Bildende Kunst und Wirtschaft” zum Thema Kulturförderung bei der SITEC Industrietechnologie GmbH statt. Die organisierenden Wirtschaftsjunioren Chemnitz haben diesen Ort bewusst gewählt: Das Unternehmen hat gemeinsam mit der Künstlerin Irini Mavromatidou ein Kunstprojekt im eigenen Haus realisiert und das entstandene Kunstobjekt angekauft. Es schmückt nun einen Besprechungs- und Veranstaltungsraum der SITEC. „Es war uns wichtig, das Thema Kulturförderung an einem Ort zu diskutieren, der eine konkrete Verbindung hat. Und die SITEC ist dafür bestens geeignet“, so der Wirtschaftsjunior Frank Weinhold, der moderierend durch den Abend führte.  

Kultur fördert Wirtschaft 

Nach dem mittlerweile traditionellen musikalischen Aperitif – diesmal vorgetragen von Richard Ungethüm – konnten die Besucher einen Einblick in die Arbeit der SITEC gewinnen und ganz nach dem Motto „Kultur braucht Wirtschaft – Wirtschaft braucht Kultur“ die wirtschaftliche Seite des Abends kennenlernen. Im Anschluss lud Frank Weinhold zur Podiumsdiskussion mit der zentralen Frage des Abends: Wie sieht die Kulturförderung der Zukunft aus? Gemeinsam mit Katrin Hoffmann (Industrieverein Sachsen 1828 e. V.), Tobias Möller (Kulturpolitiker, Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit), Katja Großer (KREATIVES SACHSEN), Dr. Jörg Lässig (Geschäftsführer, SITEC Industrietechnologie GmbH) und Kai Winkler (Unternehmer und Kulturbeiratsmitglied) diskutierte er, wie interessierte Unternehmen auf Künstler:innen zugehen können, ob sie auf den Inhalt des Kunstwerkes Einfluss nehmen dürfen und welche Mehrwerte Kulturförderung bringt.

„Am Ende ist jede Kulturförderung auch Wirtschaftsförderung. Wir müssen die Infrastruktur für Kulturschaffende fördern. Das sichert der regionalen Wirtschaft Aufträge und Fachkräfte und macht die gesamte Region attraktiv. Das ist doch das große Ziel für uns alle“, ist sich Kai Winkler sicher.  

Einig waren sich alle Beteiligten darüber, dass es neben kommunaler und staatlicher Förderung auch neue Formen und alternative Unterstützungskonzepte braucht. Sie bringen nicht nur finanzielle Unabhängigkeit, sondern schaffen einen Austausch, gegenseitige Teilhabe und neue Ideen – beste Voraussetzungen also für die Kulturhauptstadt 2025. Beim abschließenden Netzwerken entstanden auch schon die ersten neuen Ideen. Wir dürfen gespannt sein! 

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