Herausforderung Corona
Unternehmen verlegt die Produktion ins Homeoffice

Die Corona-Krise stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen: Auftragsrückgänge, Kurzarbeit, Liquiditätslücken, veränderte Arbeitssituation bis hin zu drohender Insolvenz. Doch es geht auch anders, wie in unserem heutigen Beispiel, einem weltweit tätigen Produktionsunternehmen mit etwa 160 Mitarbeitern am Standort in Sachsen.

Unternehmen profitiert vom Boom medizinischer Produkte

Es gibt sie noch, die Unternehmen, die aktuell eine hohe Anzahl an Auftragseingängen zu verbuchen haben – denn das Unternehmen ist in der Herstellung von Industrie- und Hygienetastaturen tätig. Aber unser Beispielunternehmen zeigt auch, dass die Krise dazu dient, den eigenen Innovationsmotor zu starten. Das Ziel: Kurzerhand am Markt bisher nicht verfügbare weitere Artikel zur Ansteckungsvermeidung zu entwickeln.

Warum nicht nur Homeoffice, sondern auch „Homeproduktion“ geht

Aus dieser Idee konnte innerhalb etwa einer Woche das Produkt-Portfolio um Corona-Schutzvisiere erweitert werden. Das Produkt wird dringend benötigt, aber ein Problem gibt es trotzdem. Die MitarbeiterInnen aus der Produktion sind größtenteils in der Kinderbetreuung gebunden. Die Lösung: Die Visiere können in Heimarbeit als eine Art Bausatz auch von Zuhause aus fertiggestellt werden. Dadurch ist es für ProduktionsmitarbeiterInnen möglich in die „Homeproduktion“ zu gehen. Weitere Auslagerungen sind geplant. So wird auch schon über die Herstellung von sogenannten Spuckschutzwänden nachgedacht, die mittlerweile immer häufiger in Supermärkten, Apotheken o.ä. eingebaut sind. 

Die schnelle Umsetzung einer Idee bis zur Auslieferung in den Markt ist mit Sicherheit nicht in jedem Unternehmen umsetzbar. Dieses Unternehmen hat ein großes weltweites Netzwerk aus Zulieferern und Partnern, wodurch das benötigte Herstellungsmaterial schnell und unkompliziert geliefert werden kann.

Unsicherheiten trotz guter Auftragslage

Dennoch, trotz der guten Auftragslage, herrscht auch hier eine gewisse Unsicherheit bei den MitarbeiterInnen, wie lange die jetzige Situation wohl noch andauern wird. Etwa 50 Prozent der sächsischen Belegschaft arbeiten mittlerweile aus dem Homeoffice oder in "Homeproduktion". Dadurch und durch verschiedene Umbauarbeiten in der Fertigung kann zumindest für die verbliebenen MitarbeiterInnen vor Ort der nötige Kontaktabstand eingehalten werden.

Als sich die Corona-Lage ab Mitte März mit Kontaktbeschränkungen etc. zuspitzte, sollten von den MitarbeiterInnen erstmal soweit wie möglich Überstunden abgebaut werden. Homeoffice-Lösungen gab es schon vor Corona für einige Abteilungen, somit standen für einen Teil der Beschäftigten bereits die nötigen Geräte zur Verfügung. Da nun immer mehr MitarbeiterInnen aus dem Homeoffice arbeiten und es nicht für jeden eigene Geräte gibt, werden vorerst zumindest vorhandene Geräte daheim mit der entsprechenden Software, VPN-Zugängen etc. ausgestattet. 

Ein schönes und zugleich motivierendes Beispiel, wie wir finden, welches zeigt, dass mit Mut und Offenheit ungewöhnliche Wege machbar sind.

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